Filmvorführung zum Holocaust-Gedenken: "Das Leben ist schön"
Dienstag, 27. Januar, auf dem Weg zum Film-Screening in der Aula, am Eingang zum C-Gebäude: ein Werbeplakat-Triptychon, das mich kurz stutzen lässt. Neben der Einladung zur Kunst-Talentschmiede im Museum für Kunst und Gewerbe und Hamburgs größter 16+-Abiparty hängt das Plakat für heute Abend, für „Das Leben ist schön“, unseren Film zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust; ich mache ein Foto, ohne wirklich zu wissen, warum.
Und dann, später, weiß ich es doch: Nachdem über 60 Schüler:innen und Eltern und Lehrer:innen des ALLEE gemeinsam über Guidos Lebenswitz gelacht haben, vielleicht auch darüber, dass der stummfilmhafte Humor auf den ersten Blick inzwischen wirklich ein wenig aus der Zeit gefallen wirkt; nachdem die vollen Stuhlreihen leise geworden sind, als sich die Türen der Viehwaggons ins KZ sich schließen; als fast körperlich spürbar wird, dass nur das Lachen und das Spiels das sind, wovon das Überleben und die Freiheit von Guidos kleinem Sohn Giosuè abhängen. Vielleicht, denke ich da, ist es genau richtig, dass Party-, Kunstausstellungsplakat direkt neben dem für eine Gedenkveranstaltung hängen.
Danke an alle, die da waren, und an alle, die diesen Filmabend möglich gemacht haben!
(Stephan Ditschke)
