Vom Winterrasen zur Hallenbande: Eine Schule im Fußballrausch
Es gibt Schulwochen, die machen aus einem gewöhnlichen Stundenplan eine kleine Fußballchronik. Und in diesem Schuljahr war es genau so: Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 12. Klasse, die nacheinander den Ball rollen ließen – erst draußen im Winter, dann drinnen in der Halle.
Den Auftakt im November machten WK2 (8. bis 10. Klasse) und WK3 (6. bis 8. Klasse), die sich auf den frostigen Plätzen Hamburgs behaupten mussten. Schnee, Kälte, eisige Böen – und dazu Gegner aus der ganzen Stadt von Stadtteilschule bis zum Gymnasium. Zwei Gruppen mit jeweils vier bzw. fünf anderen Teams galt es zu überstehen. Ein richtiger Vorrundenmarathon. Beide Teams setzten sich durch und stehen nun in der K.-o.-Phase von Jugend trainiert für Olympia.
Letzte Woche zeigte der Uwe-Seeler-Pokal, was Hallenfußball kann: Die Jahrgänge 5 bis 7 wirbelten durch die Spiele und trafen auf Teams aus ganz Hamburg. Mit Spielfreude und mutigen Auftritten zogen alle A- und B-Teams der Jungen und Mädchen in die zweite Runde ein.
Einzig die WK1 musste sich ersatzgeschwächt und unglücklich verabschieden – ein Ausscheiden, das ebenso schmerzt wie es unnötig erscheint, zumal einige verdiente Fußballer nach bis zu acht Jahren in der Schulmannschaft ausgerechnet bei ihrem letzten Turnier so früh scheiterten.
Und so steht am Ende ein Bild, das man nicht oft sieht: Eine Schule, die vom jüngsten Fünftklässler bis zum abgeklärten Zehntklässler eine echte Hamburger Fußballreise antritt. Gegen Teams aus der ganzen Stadt, auf Plätzen, die man sich nicht aussuchen kann, mit Bedingungen, die man nicht kontrolliert – aber mit einem Teamgeist, der sich anfühlt, als hätte er schon viele Winter überstanden.
Die vergangenen Wochen haben es wieder gezeigt: Die Allee mischt im Hamburger Schulfußball ganz oben mit – und in vielen unserer Teams lebt der Traum von der Hamburger Meisterschaft weiter.












