Schuljahr 20 | 21

8. Januar 2021

Sehr geehrte Eltern,
liebe Schüler*innen,

ein gutes neues Jahr wünsche ich Ihnen und euch allen, auch im Namen des gesamten Kollegiums!

Bevor wir uns den neuen Regelungen für den Unterricht im verlängerten Lockdown zuwenden – eine kurze Vorbemerkung, ein kurzer Rundumblick. Neben der zugespitzten Pandemielage in unserem Land, die uns natürlich stark beschäftigt, neben den Entwicklungen in anderen europäischen und außereuropäischen (Heimat-) Ländern lassen uns die verstörenden Bilder und Nachrichten aus Washington ja auch kaum los.

Wie notwendig es ist, miteinander im Gespräch zu sein und zu bleiben, auch wenn und gerade wenn es unterschiedliche Standpunkte und Positionen gibt, und was droht, wenn man dies gesellschaftlich und politisch versäumt, das sehen wir derzeit ja an verschiedenen Stellen. Natürlich ist Schule hierbei nur ein ganz kleiner Baustein im politischen Diskurs, aber dass schulische Bildung auch ein Baustein für demokratisches Handeln sein soll – darin sehen wir uns bestärkt. Insofern ist der Weg, neben dem Lernen von Inhalten und dem Erwerb von Wissen und Kompetenzen auch die Debatte, das Sich-Verständigen mit anderen und die politische Bildung in der Schule weiterhin stark zu halten, absolut richtig.

Und nicht zuletzt dafür – für Austausch und Diskussion und Reflexion direkt miteinander wünschen wir uns, dass die jetzigen einschränkenden Maßnahmen zum Infektionsschutz genauso wie die hoffentlich noch weiter wachsende Impfbereitschaft (und Impf-Durchführung) zum Erfolg führen und wir hoffentlich noch in diesem Schulhalbjahr wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren können.

Noch ist das nicht soweit.

 

Nach der MPK[1]-Runde und den anschließenden Beratungen im Hamburger Senat hat der Schulsenator verkündet, dass die momentanen Beschränkungen des Schulbetriebs den gesamten Januar über fortbestehen bleiben.

  1. Fernunterricht plus pädagogisches Lernangebot in der Schule

Wir setzen das so daher auch weiterhin um, dass die Lehrer*innen den Fernunterricht von zuhause aus geben. Damit sichern wir, dass in der Schule möglichst wenig Personen sind – im Januar geht der Infektionsschutz so weit wie möglich!

Diejenigen Schüler*innen, die in der Schule arbeiten (im Moment zwischen 30 und 40, für nächste Woche sind 60 angemeldet, aus allen Jahrgängen), bekommen dieselben Aufgaben wie ihre Klassenkamerad*innen zuhause. Das Klassenraumprinzip bleibt bestehen (keine Kohortenmischung), so dass in den Klassenräumen zwischen ein und fünf Schüler*innen sind, die jeweils das active panel oder Smartboard nutzen können. Bei der Bearbeitung der Aufgaben werden sie von Lehrer*innen, die wir eingeteilt haben, unterstützt und betreut. Manchmal sind dies auch Lehrer*innen, die sie sowieso im Unterricht hätten, meist aber nicht. Das funktioniert gut.

Und damit nun auch die kommenden Januarwochen im Fernunterricht gut funktionieren, haben wir noch einmal einige Regelungen mit den Lehrer*innen abgesprochen:

  1. Tagestruktur: Das Stundenplanprinzip bleibt erhalten.
    Das ist eine andere Struktur als im Frühsommer. Damals haben wir pro Woche Fächer festgelegt, die Aufgaben stellen sollten und damit die Organisation des Tages weniger bestimmt. Mit der jetzigen Stundenplanorientierung sichern wir, dass alle Fächer im Rahmen des üblichen Umfangs unterrichtet werden und geben eine Tagesstruktur
  2. Aufgabenstellung/Zeit (NEU): Aufgaben für den Tag werden am Unterrichtstag morgens um 8.00 Uhr bereitgestellt, nicht erst zu Stundenbeginn.
    Das ermöglicht euch, den Schüler*innen, aber auch Ihnen, den Eltern, ein etwas flexibleres Umgehen mit den zeitlichen und technischen Herausforderungen der Koordination zuhause.
  3. Aufgaben/Abgabe: Die Abgabe der Aufgaben wird von den Lehrer*innen festgelegt. Hier ist es gut, wenn Klasse/Kurs und Lehrer*innen eng im Gespräch sind.
  4. Aufgaben/Umfang: Der Umfang der Aufgaben soll mit Augenmaß erfolgen. (Das ist übrigens nicht ganz leicht: Manche Kinder sind zuhause schneller, manche aber auch langsamer.)
  5. Videokonferenzen: Videokonferenzen werden angekündigt; das erhöht die TN-Zahl und alle können sich besser darauf einstellen. Falls Schüler*innen aus wichtigen Gründen nicht teilnehmen können, benachrichtigen sie ihre Lehrer*in.
  6. Digitale Präsenz: Fachlehrer*innen sind während der Unterrichtsstunde erreichbar (Messenger, Mail, Video). Die digitale Präsenz der Schüler*innen während der Unterrichtsstunde ist ebenso die Regel; wenn es hier Schwierigkeiten absehbar sind, bitte Kontakt mit der Lehrkraft aufnehmen.
  7. Bewertung: Abgegebene Aufgaben können – wie im „normalen“ Unterricht – bewertet werden.
  8. Schwierigkeiten mitteilen: Wenn es Schwierigkeiten oder Probleme oder Unklarheiten gibt, sollen Schüler*innen und Lehrer*innen dies am besten direkt kommunizieren (z.B. per Mail oder im Messenger). Wir wollen natürlich eine allzu starke Belastung der Eltern vermeiden.

 

  1. Abfrage/Organisation für die letzten beiden Januarwochen

 Damit wir den Januar mit dem pädagogischen Lernangebot in der Schule weiter planen können, brauchen wir dazu Informationen von Ihnen (bzw. von den volljährigen Schüler*innen selbst): Lernt Ihr Kind weiter zuhause oder bleibt weiterhin im pädagogischen Lernangebot oder soll sich daran etwas ändern?

Nur bei Änderung bitte eine Nachricht an die Klassenlehrer*innen schreiben, die dies dann ans Sekretariat weitergeben. Sie können dies wochenweise (nicht tageweise!) bestimmen, also für die Woche 18.-22. und für die Woche 25.-28.Januar.

 

  1. Speziell und druckfrisch:
    Jahrgang 10 – schriftliche Überprüfungen

Hier noch eine Nachricht, die gerade eben uns erreicht hat, und die sicher bei Schüler*innen wie Eltern in Jahrgang 10 für Erleichterung sorgen wird. Weitere Informationen dazu werden dann folgen. Hier ein Auszug aus einem Brief der Behördenleitung an die Schulleitungen vom heutigen Nachmittag:

„Vor dem Hintergrund der Aussetzung der Präsenzpflicht an den Hamburger Schulen seit dem 16. Dezember 2020 und auf Anregung von Schulleitungen der Hamburger Gymnasien ist entschieden worden, in diesem Schuljahr auf die zentrale schriftliche Überprüfung in den Gymnasien zu verzichten. Die schriftlichen zentralen Prüfungen, die für den 2., 4. und 8. Februar geplant waren, entfallen und werden durch eine Klassenarbeit ersetzt, die durch die zuständigen Fachlehrkräfte erstellt wird. Diese Klassenarbeit muss nicht denselben Umfang wie die geplante zentrale schriftliche Überprüfung haben.

Aktuell sind keine Veränderungen in Bezug auf die mündlichen Überprüfungen geplant.“

 

 

[1] Ministerpräsident*innen-Kanzlerin

Der Elternbrief

  1. Februar?

Geht es im Februar weiter wie jetzt? Wird der Lockdown verlängert? Oder kommt Hybrid-Unterricht in Halbgruppen?

Das wissen wir noch nicht. Aber wir werden es gemeinsam hinbekommen.

 

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 Liebe Schüler*innen,

wieder ist es jetzt so: Die Schule ist leer ohne euch. Gar nicht schön! Wir freuen uns darauf, euch, sobald es wieder möglich ist, in der Schule zu unterrichten! Haltet weiterhin durch!

Liebe Eltern,

auch Ihnen: Halten Sie durch! Wir Lehrer*innen wissen, dass die Herausforderungen des Fernunterrichts für Sie groß und manchmal auch einfach „zu viel“ sind. Sie haben selbst auch noch anderes im Kopf und eigene Aufgaben, sei es das eigene Homeoffice, sei es die Sorge wegen des verlorenen oder bedrohten Arbeitsplatzes, seien es wirtschaftliche oder auch gesundheitliche Einschränkungen oder schlicht und gar nicht trivial die Versorgung der Familie und ggf. auch zu versorgender Verwandter oder Freunde.

Alles Gute für Sie!

Bleiben Sie gesund.

 

Mit freundlichen Grüßen

gez. Ulf Nebe