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Trickfilmworkshop mit Florian Maubach

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Im September 2012 wurde in der Galerie eine Ausstellung zum Thema Trickfilm vorbereitet: Am Beispiel des Films „father and son“ aus der Trickfilmklasse der Kasseler Kunsthochschule wurde detailliert vor Augen geführt, wie so ein Film entsteht. Außerdem wurden auf mehreren Monitoren Arbeiten aus der Trickfilmklasse gezeigt.
Florian Maubach, ein ehemaliger Schüler unserer Schule, der inzwischen in Kassel Trickfilm studiert, hat soviel Spaß an seiner Arbeit, dass er sich bereit fand, sein Know-How aus diesem Anlass im Rahmen eines Workshops an die Schüler der Allee weiterzugeben.
Eine kleine, aber feine Truppe Interessierter fand sich für ein Wochenende zusammen, um gemeinsam Bilder zum Laufen zu bringen.
Florian hatte uns mit einigen Kostproben von Trickfilmen auf den Geschmack und auf Ideen gebracht. Jetzt galt es, sie zu sortieren und zu einem gemeinsamen Vorhaben zu bündeln.

Und das ging überraschend schnell: Jede/r von uns hatte eine kleine Figur entwickelt und sich ein wenig in ihren Charakter hineingedacht. Und diese Figur zog in ein großes Haus ein, das wir mit wenigen Kreidestrichen auf der Tafel errichtet hatten.
Die Tafel, Kreide und einen Schwamm – mehr brauchten wir nicht für unsere Inszenierung – der Rest passierte wie von selbst. Denn während eine Sonne aus Goldpapier über unseren Figuren auf- und im Bogen wieder unterging, hat jede von ihnen eine Menge erlebt.
Eine Figur zeichnen, sie wegwischen und ein wenig versetzt und verändert neu zeichnen, erneut wegwischen und wieder verändern, in diesem Takt verlief unser Tag. Und jeder Schritt wurde fotografisch festgehalten.
Schritt für Schritt entstand unser Film - und doch passierte alles auf einmal – denn es waren ja fünf Figuren in unser Haus eingezogen: Jede von ihnen suchte sich ihren Weg durch den Tag – und erlebte Unvorhersagbares. Denn auch wir ließen uns davon überraschen, was bei den anderen geschah und reagierten darauf.
Herausgekommen sind 1:19 Minuten pralles Leben, festgehalten in einem kleinen Streifen, dem man ansieht, wie viel Spaß wir hatten. Zum Schluss wurden alle gerettet – soviel sei verraten.

Der Film feierte bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie Weltpremiere – und fand viel Beifall.
Neugierige können ihn auf youtube unter dem Titel: „Eigentlich ist gar nichts passiert“ ansehen.

In Wirklichkeit aber ist viel passiert: Ein herzlicher Dank an Florian Maubach, der uns gezeigt hat, was entstehen kann, wenn man einfach mal anfängt.
Wie schön, von den eigenen Schülern lernen zu dürfen!                

Heidrun Kremser