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Kunst-Kisses: Nobuko Watabiki am Gymnasium Allee

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Im Juni und Juli 2009 erlebte das Gymnasium Allee den Besuch der japanischen Künstlerin Nobuko Watabiki.

Nobuko Watabiki lebte und arbeitete als Stipendiatin ein Jahr lang im Künstlerhaus Frise in Ottensen.
Als der Verein „Galerie der Zukunft“ im Künstlerhaus anfragte, ob jemand bereit wäre, seine Arbeit SchülerInnen vorzustellen, meldete sich Nobuko Watabiki spontan und präsentierte einige ihrer Werke im Grundkurs Kunst der 12. Klasse von Heidrun Kremser.

Beim ersten Termin hatte die Künstlerin vier Originale dabei – wofür man sonst dem Kunstverein einen Besuch abstatten muss, hing hier im Klassenzimmer: Neben zwei Ölkreidebildern auf Japanpapier zeigte Nobuko auch zwei ihrer jüngsten großformatigen Stoffarbeiten, die hier in Hamburg entstanden sind. Sie erzählte der Klasse, wie sie zu ihren Motiven gekommen ist, sprach über das Thema, das sie in ihrer Kunst immer wieder beschäftigt: der Mensch in seiner Umgebung mit seinen Gefühlen und unerfüllten Sehnsüchten, aber auch mit der Erfahrung der Isolation. Und das alles in ihrer leisen, sehr besonnenen Art – und alles auf Englisch! Es war konzentriert und still in der Klasse, die Schüler sprachen danach über die Wirkung der Farbigkeiten und Motive der Arbeiten: „Die Arme reichen über das Bild hinaus, was mögen sie greifen wollen?“

NobukoWatabiki Collage

Die Stunde endete mit einem Beamervortrag der Künstlerin, in dem sie anhand von Bildbeispielen über ihre künstlerische Entwicklung berichtete. Die Themen, Motive und Techniken ihrer Werke wurden zum Ausgangspunkt für eigene Arbeiten der SchülerInnen. Heidrun Kremser lud Nobuko ein, wieder zu Gast zu sein und Nobuko kam gerne. Sie besuchte gleich die folgenden Kunststunden, schaute den SchülerInnen über die Schulter und befragte sie zu ihren Entwürfen.

Im August, gleich nach den Ferien, stellte Nobuko ihre Arbeiten in unserer galerie! (Galerie - Nobuko Watabiki) aus, bevor sie wieder nach Japan aufbrach.
 
Zwei Einträge aus dem Gästebuch zeigen, dass es Nobuko auf ihre leise, offene Art gelungen ist, die Schüler zu erreichen:

Konnichiwa Nobuko,
it was a pleasure to meet you and to listen to you.
Thank you very much that you shared your creative mind and your thoughts with us.
Aigatou, we hope that you will visit us again!
Sayonara! - Sandrine, Tugba, Daniel

Working with Nobuko was a great experience. It opened our eyes and our hearts for Japan and for art.
Our World view is much wider now than it was before.
We are very thankful for the great lessons we could spend with you. - Lene und Jana


Der Besuch fand im Rahmen von „Kunst Kisses“ statt. Unter diesem Motto ermöglicht „Galerie der Zukunft e.V.“ kleine Begegnungen zwischen Kunst und Jugendlichen: Atelierbesuche, Künstlergespräche, Präsentationen – So entstehen für SchülerInnen kleine beiläufige Möglichkeiten, mehr von einer unbekannten Welt zu erfahren und sich zu eigenen Erkundungen in die Kunst anregen zu lassen.
Daneben konzipiert „Galerie der Zukunft e.V.“ vornehmlich modellhafte Projekte mit professionellen KünstlerInnen, in denen der Schwerpunkt auf dem eigenen kreativen Tun liegt, nicht auf dem Reden über Kunstwerke. Ziel ist es, künstlerische Methoden und Sichtweisen jungen Leuten zugänglich zu machen und hierfür Raum im (schulischen) Alltag zu schaffen.