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Eine Speisekarte für den Kunstimbiss

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Was ist eigentlich Kunst? – Was ist ein Imbiss? – Und was könnte dann ein Kunstimbiss sein?
Diese Fragen standen am Beginn des Kunstprojekts der Klassen 7c und d.
Und die Schüler/innen fanden viele kreative Antworten: filigran geschnitzte Pommes, ein Hamburger mit Kunstdruckauflage, Döner aus Pappmaschee – aber einige ahnten dann doch schnell, worum es hier gehen sollte.
Schließlich ist der KUNSTIMBISS, den Katharina Kohl und DG Reiß seit 2005 betreiben, auch in Altona vielen ein Begriff: Als Kunstvermittler ganz besonderer Art ziehen sie mit einem alten, zum Ausstellungsraum umfunktionierten Imbisswagen durch die Stadt und manchmal auch über Land, um die Kunst dahin zu bringen, wo sie hingehört: mitten rein ins Leben.
Rund einhundert Künstler haben die beiden in ihrem Angebot, alle sind mit einer kleinformatigen Arbeit vertreten – gewissermaßen eine Kostprobe des künstlerischen Werks.
Und genau das will der Kunstimbiss erreichen: Kunst zu den Menschen zu bringen und ihnen Appetit zu machen auf mehr.
Rund einhundert Künstler – aus diesem Fundus konnten auch wir schöpfen, um unsere Schüler auf den Geschmack zu bringen:
Nach einer einführenden Vorstellung des Kunstimbiss’ gingen die Schülerinnen in Zweierteams auf die Suche nach ihrem Favoriten: Auf langen Tischreihen waren die Kunstwerke ausgelegt – Bilder, Objekte, Fotografien - lauter Originale!

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Voll Neugier beäugten die Schüler/innen, was es hier zu entdecken gab – und manches davon konnte einem auf den ersten Blick schon recht merkwürdig vorkommen. Aber genau darum ging es ja: neugierig zu werden, Fragen zu stellen, dem Unbekannten nachzugehen.

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Dann standen sie vor der Aufgabe, weitere Informationen zu „ihrem“ Künstler in Erfahrung zu bringen und diese – ebenso wie eine ganz persönliche Stellungnahme zur ausgewählten Arbeit - in kleinen Texten vorzustellen. Kataloge wurden gewälzt, im Internet recherchiert, einige nahmen über Emails Kontakt zu den Künstlern auf, passende Schriftzüge wurden entworfen. Katharina Kohl stand mit Tipps und Insiderinformationen zur Seite – und es wurde klar, mit wie viel Begeisterung und Herzblut sie die Sache betreibt. Jede Gruppe war mit einem anderen Künstler beschäftigt und doch arbeiteten alle zusammen an einer Aufgabe: eine Speisekarte für den Kunstimbiss zu gestalten – mit der dieser über sein „Angebot“ informieren kann.

Gerade noch rechtzeitig zur Altonale war die Karte fertig. Einige Schüler/innen nutzten die Chance, dort den Imbissbetreibern Katharina Kohl und DG Reiß als „Juniorpartner“ zur Seite zu stehen.
Aber auch alle anderen konnten dann auch einmal selbst hinter den Tresen des Imbisswagens klettern: Kurz vor den Sommerferien rollte der Kunstimbiss für zwei Tage auf den Schulhof des Gymnasiums Allee – und wurde schnell von den anderen Schülern umringt.
Die Enttäuschung, dass es hier nicht wirklich etwas zu beißen, gab, verflog schnell und machte neugierigen Blicken und Fragen Platz. Und unsere Schüler waren nun plötzlich die Experten und stellten vor, was sie im Lauf  des Projekts zu „ihren Künstlern“ herausgefunden hatten.

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Es war schön, ihnen zuzuhören und zu merken, dass einige von ihnen sich auf ganz persönliche Weise auf diese sicher nicht ganz einfache Arbeit eingelassen hatten.
Maria und Özlem formulierten ihre Erfahrung so: Die „Bilder sind nicht gerade leicht zu interpretieren, doch wenn man sie einmal ins Visier genommen hat, bringt es sehr viel Spaß, sich mit ihnen zu beschäftigen.“

Wir würden uns sehr freuen, wenn es nicht das letzte Projekt mit dem Kunstimbiss wäre – denn, Katharina Kohl und DG Reiß, wir sind auf den Geschmack gekommen!
Heidrun Kremser