Gymnasium Allee
Max-Brauer-Allee 83-85, 22765 Hamburg Tel.: 040 428 880 60 info@gym-allee.de
Logo Gymnasium Allee
Gymnasium Allee

Klimaschutzplan für das Gymnasium Allee

Präambel

Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es geht darum, die globale Erderwärmung auf eine Erhöhung von maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen. Hierfür sind alle aufgerufen, Maßnahmen zum Schutz des Klimas einzuleiten. Wir vom Gymnasium Allee sind dabei und handeln! Unsere Schule stellt sich aktiv ihrer Verantwortung zum Klima-schutz.
Der Hamburger Senat hat mit dem Klimaschutzkonzept ein kommunales Programm entwi-ckelt, das dazu aufruft, durch eigene Anstrengungen die CO2-Emissionen der Stadt bis 2020 um 40 Prozent (bezogen auf 1990) zu senken. Beginnend mit dem Basisjahr 2007 bedeutet das für unsere Schule eine Reduktion von zwei Prozent pro Jahr.
Wir sehen uns in der Verantwortung, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und haben diesen Klimaschutzplan erstellt. Hierin ist festgeschrieben, dass:

  • unsere Schülerinnen und Schüler Wissen und Handlungskompetenzen in dem Themenfeld „Klimawandel und Klimaschutz“ erwerben und
  • die Schule mit konkreten Maßnahmen zur CO2-Reduktion einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Bestandsaufnahme

Im Jahr 2007 hat die Schule ca. 199t Kohlenstoffdioxid durch Heizung (133t) und den effek-tiven Stromverbrauch (66t) emittiert. Daten über anderweitige Emissionsquellen für CO2, wie z.B. Müll, Papierverbrauch oder Mobilität, wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. 2017 lagen die Emissionswerte bei insgesamt ca. 172t Kohlenstoffdioxid durch Heizung (118t) und den effektiven Stromverbrauch (54t).
In beiden Bereichen konnte einiges eingespart werden, wenn auch die absoluten Zahlen bei der Heizenergie etwas täuschen, da hier die Witterungsbereinigung fehlt. Der Verbrauch elektrischer Energie konnte insgesamt tatsächlich verringert werden, der Verbrauch an Wo-chenenden und nachts (NT) steigt seit einigen Jahren aber wieder an.

Die Nutzung der Schule wurde seit 2007 erheblich intensiviert. So hat sich die Personenzahl an unserer Schule (Schüler/-innen + Lehrer/-innen + Verwaltung) seit 2007 von 802 auf 1031 im Jahr 2017 um mehr ein Viertel erhöht, der Unterrichtstag und damit verbunden auch die Nutzungsdauer der Schule durch verstärkte Nachmittagsangebote wurde verlängert. Auch wurde die Schule zunehmend stärker mit modernen Medien ausgerüstet. Hatte die Schule im Jahr 2007 noch 32 Computer, so sind dies heute 153. Dazu kommen 30 Drucker, 25 Smart-boards, WLAN und die Vollvernetzung der Schule (etliche Switches und Server).

Insgesamt wäre also eine Erhöhung der Verbräuche zu erwarten gewesen (was sich an den Verbrauchszahlen bis 2010 auch gezeigt hat, bevor wir Klimaschule wurden und aktiv Maß-nahmen ergriffen haben, den CO2-Ausstoß der Schule zu senken). Wir konnten aber eine, wenn auch geringfügige, Senkung fast aller klimarelevanten Verbrauchswerte (bezogen auf 2007) erzielen. Insbesondere am Stromverbrauch wird dies deutlich. Dank technischer Modernisierungen (z.B. die Erneuerung bzw. Umstellung der Beleuchtung auf LED in den Turnhallen und eini-gen Klassenräumen) konnten hier teilweise erhebliche Einsparungen erzielt werden. Aber auch der, oben bereits erwähnte Anstieg des Stromverbrauchs insbesondere nachts und am Wo-chenende ist erklärbar. Die Anzahl der elektrischen Geräte, die ständig betrieben werden (z.B. die Computer der Verwaltung oder die Switches im Rahmen der Vollvernetzung) ist stark angestiegen.

Erwähnt sei an dieser Stelle noch, dass wir seit 2011 die Mülltrennung (Papier, Wertstoffe und Restmüll) an unserer Schule eingeführt haben und bereits heute unser Restmüll-aufkommen um ein Viertel reduzieren konnten.

Ziele

Die Ziele unserer Bemühungen finden sich im Wesentlichen in zwei Bereichen:

  1. die tatsächliche (und relativ einfach messbare) Reduktion des CO2-Ausstoßes unserer Schule und
  2. die Sensibilisierung für das Thema Klimaschutz und die Vermittlung des notwendigen Wissens an unsere Schülerinnen und Schüler um ein klimabewussteres Verhalten auch über die Schule hinaus zu erzeugen.

 

Wichtig ist uns dabei, dass in beiden Feldern möglichst alle in der Schule aktiven Personen – Schüler, Lehrer, Eltern, Hausmeister, Mitarbeiter – einzubinden.
Speziell die Ziele im pädagogischen Bereich setzten eine aktive Mitarbeit vieler Lehrerkolle-ginnen und -kollegen voraus. Wir versuchen regelmäßig die Lehrpläne aller Fächer daraufhin zu prüfen, wo und inwieweit es sinnvoll ist, Themen des Klimaschwerpunkts zu integrieren. Die Umstrukturierungen der Stundentafel in den letzten Jahren und auch die teilweise enge Setzung der Abiturschwerpunkte in einigen Fächern haben dies aber etwas erschwert.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit in den nächsten Jahren wird daher weiterhin eher auf der pädagogischen Ebene liegen. Etliche der Maßnahmen in diesem Bereich wurden bisher nicht umgesetzt oder nur teilweise. Hier erscheint es sinnvoll, weitere Kollegen für die Klimaarbeit zu gewinnen.
Die Ausbildung von Klimadetektiven, verbunden mit dem Wettbewerb ist ein vielversprechender Ansatz.

Das Handlungsfeld Mobilität spielt bei uns eher eine untergeordnete Rolle, da bereits heute (Umfragedaten von 2012) 95% der Schüler mit Bus und Bahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad (jeweils zu etwa gleichen Teilen) zur Schule kommen. Dies liegt sicherlich mehr an unserer Innenstadtlage und unserem Schülerklientel als an unseren pädagogischem Wirken. Im Be-reich der Ernährung steckt aber sicher noch großes Potential, da dies in der AG Klimaschutz bisher nicht thematisiert wurde.

Maßnahmen

Die in der tabellarischen Übersicht dargestellten Maßnahmen wurden im Wesentlichen durch die Arbeitsgruppe Klimaschutz in Zusammenarbeit mit dem Hausmeister erarbeitet. Tatsächlich neue Projekte sind in den letzten beiden Jahren nicht hinzugekommen, lediglich kleinere Anpassungen und Veränderungen.
Insgesamt stellt die Übersicht somit den momentanen Stand der Planung dar und soll weiterhin erweitert werden. Insbesondere im Hinblick auf den gerade im Bau befindlichen Neubau werden sich zukünftig sicher neue Aspekte ergeben. Wir, die Arbeitsgruppe Klimaschutz, werden den Plan fortwährend aktualisieren und die Schulöffentlichkeit über die erzielten Re-sultate und weiter Maßnahmen informieren. Hierbei können wir aber noch besser werden. So ist z.B. die Einrichtung einer großen, prominent positionierten Schautafel (vgl. Klimaschutz-plan von 2010) nicht gelungen, das Thema Klima ist aber auf einer mobilen Tafel bei Veran-staltungen (z.B. Tag der offenen Tür) präsent. Der Klimaschutzplan ist auf unserer Homepage einsehbar.

Alle in unserem neuen Plan prognostizierten Einsparungen für die CO2-Emissionen wurden entweder geschätzt, aus den Erfahrungen der letzten Jahre gewonnen oder mit Hilfe der be-reitgestellten Excel-Tabelle von CO2ONLINE ermittelt.

 

Entwicklung des Verbrauchs für Strom, Wasser und Wärme

Stromverbrauch

 Wasserverbrauch

 

 Wärmeverbrauch

 

 

Arbeitsgruppe Klimaschutz

Die Arbeitsgruppe besteht aktuell aus vier Mitgliedern: Fr. Begehr, Fr. Strehlow, Fr. Gelder-blom und Hr. Käppler. Besonderer Dank gilt unserem Hausmeister, Hr. Petrikic, der sich in besonderem Maße in die Umsetzung der Ziele und auch deren Entwicklung einbringt.


Ansprechpartner ist der Klimaschutzbeauftragte Hr. Käppler (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Hamburg, September 2018


[1] effektiv bedeutet, dass die erzielte CO2-Einsparung durch unsere Photovoltaikanlage vom durch den verbrauchten Strom erzeugten CO2-Ausstoß subtrahiert wurde.