Das Verbundfinale von Jugend debattiert
Am Mittwoch, den 11. Februar, fand für das Gymnasium Allee das Verbundfinale von ,,Jugend debattiert“ im Gymnasium Bondenwald statt.
Direkt nach einem Empfang ging es für Ella Permöller und Elsa Holland aus der Altersgruppe eins um die spannende Frage „Soll auf allen öffentlichen Plätzen in Hamburg kostenloses WLAN angeboten werden?“. Die Debatte beinhaltete vor allem Themen wie Chancengleichheit und Datenschutz. Anschließend wurde die Frage debattiert: „Soll für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden?“
Pro1 eröffnete mit der Problematik des Klimawandels und stellte sofort den Zusammenhang zu den Insekten her. Die Contra-Seite stellte eine Reihe kritischer Fragen und lenkte den Fokus auf die Freiheit des Einzelnen. Niemand dürfe gezwungen werden, seine Ästhetik zu verändern. Pro2 versuchte sofort die eigene Position zu untermauern. Beide Seiten konnten ihre Aussagen mit Grundgesetzartikeln belegen.
Im weiteren Verlauf schlug die Contra-Seite vor, Insekten auf andere Weise zu schützen – im Einklang mit der Gesellschaft und ohne Zwang. Vorschriften könnten Trotzreaktionen auslösen und freiwilliges Handeln sei nachhaltiger. Währenddessen wurde auf der Pro-Seite immer wieder die Wichtigkeit des Klimawandels betont.
Parallel debattierte die Altersgruppe zwei: „Sollen Lokalzeitungen staatliche Förderung erhalten?“und „Sollen „kaufe jetzt, zahle später“ -Bezahlmodelle bei Online Käufen verboten werden?“
Im Finale debattierte die Altersgruppe 1: ,,Sollen für schriftliche Prüfung in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden?“ – Leider dieses mal ohne das Gymnasium Allee.
Die Debatte eröffnete die Pro-Seite: KI sei längst Teil des Alltags und müsse deshalb auch in Prüfungen zugelassen werden, Schule solle schließlich auf die Zukunft vorbereiten. Darauf erwiderte die Contra-Seite: Prüfungen müssten zeigen, was Schüler*innen selbst können. Pro entgegnete, dass nicht die Technik das Problem sei, sondern fehlende Regeln. Mit klaren Vorgaben könne KI fair eingesetzt werden und gerade schwächere oder benachteiligte Schüler*innen unterstützen. Contra verwies auf die Realität im Bildungssystem: unterschiedliche Ausstattung, hohe Kosten und fehlende Vergleichbarkeit zwischen Schulen würden die Ungleichheit eher verstärken als abbauen. Beide Seiten näherten sich an und einigten sich auf einen möglichen Mittelweg: KI soll im Schulalltag und Unterricht genutzt werden, in Prüfungen aber nur eingeschränkt, klar geregelt oder zunächst in einem eigenen Fach vermittelt werden.
Daraufhin debattierte in der Finalrunde Altersgruppe 2: ,,Soll eine Kontaktgebühr für Arztbesuche erhoben werden?“
Die Pro-Seite begann mit dem Argument, dass eine Kontaktgebühr von drei Euro pro Arztbesuch unnötige Termine reduzieren soll und Geld für Digitalisierung bringen würde, zunächst als Testphase. Die Contra-Seite hält dagegen: Viele würden trotzdem zum Arzt gehen, mildere Lösungen existieren, und Gesundheit ist ein Grundbedürfnis. Pro argumentiert, dass digitale Lösungen Bürokratie verringern und Patient*innen entlasten können. Contra verweist auf mögliche Ungleichheiten und Belastungen für Schwächere. Am Ende zeichnet sich ein Mittelweg ab: Digitalisierung und Effizienzsteigerung sollen genutzt werden, harte Kontaktgebühren bleiben umstritten.
Das Verbundfinale war insgesamt ein gelungener Tag, bei dem Herr Sprandel, Herr Hamm, Herr Handschuh, Adonia Karaarslan, Carlo Kröger, Simon Niepmann und Josephine Galle vom Gymnasium Allee beim Jurieren für große Unterstützung gesorgt haben. Die debattierenden Adonia Karaarslan, Paul Heymann, Ella Permöller und Elsa Holland haben das Gymnasium Alle vertreten und dadurch den Tag bereichert.
Greta Grüner





