Seit 2017 ist am Gymnasium ALLEE das fachübergreifende Projekt zum „Forschenden Lernen“ im Jahrgang fest verankert. Da auch die Welt jenseits der Schule nicht nach Fächern sortiert ist, werden in diesem Jahrgang an zwei Stellen die Fachgrenzen zeitweise aufgebrochen und in den Kombinationen Geographie/Physik zum „Klimawandel“ und Geschichte/PGW zu „Demokratie“ fachübergreifend beziehungsweise fächerverbindend geforscht.
Das geht mit zwei organisatorischen Besonderheiten einher:
Zum einen sind die Fächertandems in der Stundentafel epochal angeordnet, nämlich 4-stündig in jeweils einem Halbjahr, statt 2-stündig über das gesamte Schuljahr. Das heißt, drei neunte Klassen haben im ersten Halbjahr 4 Stunden Geographie/Physik, die im zweiten Halbjahr von 4 Stunden Geschichte/PGW abgelöst werden. Die im Halbjahr erworbene Note stellt zugleich die Ganzjahresnote dar.
Zum anderen ist der Unterricht in drei Phasen eingeteilt: Am Anfang steht ein fächerverbindender Auftakt, in dem das übergreifende Halbjahresthema („Klimawandel“ oder „Demokratie“) vorgestellt wird und erste Fächerverbindungen aufgezeigt werden. In einer darauffolgenden Fachunterrichtsphase arbeiten die Fächer getrennt, indem sie den jeweiligen Curricula folgend die Grundlagen setzen. In der dritten Phase formulieren die Schüler*innen in Kleingruppe einzelne, fächerverbindende Themen und finden unter Anleitung der Lehrkräfte dazu passende Fragestellungen, die sie dann 3 bis 4 Wochen während der Unterrichtszeit bearbeiten und ihre Ergebnisse in verschiedenen, selbstgewählten Formaten präsentieren können. Abgeschlossen wird das Projekt durch eine individuelle Reflexionsphase über gelungene Forschungsschritte und Schlussfolgerungen für die Zukunft.
