Der Klimaschutzplan des Gymnasium ALLEE

Präambel

Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es geht darum, die globale Erderwärmung auf eine Erhöhung von maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen. Hierfür sind alle aufgerufen, Maßnahmen zum Schutz des Klimas einzuleiten. Wir vom Gymnasium Allee sind seit nunmehr 10 Jahren dabei und handeln! Unsere Schule stellt sich aktiv ihrer Verantwortung zum Klimaschutz.
Aus dem Klimaschutzkonzept des Hamburger Senats abgeleitet haben wir uns das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen unserer Schule um zwei Prozent pro Jahr zu senken.
Wir als Schule sehen uns in der Verantwortung, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und haben diesen Klimaschutzplan erstellt und einen Klimarat ins Leben gerufen.

Im Klimaplan ist festgeschrieben, dass:

  • unsere Schülerinnen und Schüler Wissen und Handlungskompetenzen in dem Themenfeld „Klimawandel und Klimaschutz“ erwerben und
  • die Schule mit konkreten Maßnahmen zur CO2-Reduktion einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Bestandsaufnahme

Im Jahr 2007 hat die Schule ca. 205t Kohlenstoffdioxid durch Heizung (121t), den effektiven Stromverbrauch (61t) und unser Müllaufkommen (23t) emittiert. Daten über anderweitige Emissionsquellen für CO2, wie z.B. Papierverbrauch oder Mobilität, wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Nachdem wir in den ersten Jahren Reduzierungen erzielen konnten (z.B. 2015 auf 169t CO2-Emission) lagen die Emissionswerte 2019 mit insgesamt ca. 211t Kohlenstoffdioxid durch Heizung (122t), den effektiven Stromverbrauch (72t) und das Müllaufkommen (17t) deutlich höher als im Jahr 2007. Auch das Ziel von 160t CO2-Emissionen pro Jahr wurde damit deutlich verfehlt.
Die Nutzung der Schule wurde seit 2007 erheblich intensiviert. So hat sich die Personenzahl an unserer Schule (Schüler*innen + Lehrer*innen + Verwaltung) seit 2007 von 802 auf 1163 im laufenden Jahr erhöht (+45%). Der Unterrichtstag und damit verbunden auch die Nutzungsdauer der Schule durch verstärkte Ganztagsangebote wurde verlängert. Auch wurde und wird die Schule zunehmend stärker mit digitalen Medien ausgerüstet. Die Anzahl der elektronischen Geräte ist dadurch stark angestiegen. Hierbei hervorzuheben ist die Netzinfrastruktur (Switches und WLAN-Accesspoints), die dauerhaft bereitgehalten wird und die interaktiven Whiteboards.

Einen wesentlichen Beitrag für die Erhöhung liefert ein Erweiterungsbau mit 20 neuen Klassenräumen und einer Turnhalle, der 2019 in Betrieb genommen wurde. Die beheizte und beleuchtete Fläche hat sich von ca. 7900m² auf 11400m² vergrößert.
Ein Großteil der durch unsere Maßnahmen erzielten Einsparungen sind so wieder neutralisiert worden und ein Vergleich der absoluten Verbrauchszahlen ist durch diese veränderten Rahmenbedingungen nicht mehr so einfach möglich.

Ziele

Die Ziele unserer Bemühungen finden sich im Wesentlichen in zwei Bereichen:

  1. die tatsächliche (und relativ einfach messbare) Reduktion des CO2-Ausstoßes unserer Schule und
  2. die Sensibilisierung für das Thema Klimaschutz und die Vermittlung des notwendigen Wissens an unsere Schülerinnen und Schüler um ein klimabewussteres Verhalten auch über die Schule hinaus zu erzeugen.

Wichtig ist uns dabei, dass in beiden Feldern möglichst alle in der Schule aktiven Personen – Schüler, Lehrer, Eltern, Hausmeister, Mitarbeiter – einzubinden.
Speziell die Ziele im pädagogischen Bereich setzten eine aktive Mitarbeit vieler Lehrerkolleginnen und -kollegen voraus. Wir versuchen regelmäßig die Lehrpläne aller Fächer daraufhin zu prüfen, wo und inwieweit es sinnvoll ist, Themen des Klimaschwerpunkts zu integrieren. Die Umstrukturierungen der Stundentafel in den letzten Jahren und auch die teilweise enge Setzung der Abiturschwerpunkte in einigen Fächern haben dies aber etwas erschwert.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit in den nächsten Jahren wird daher weiterhin eher auf der pädagogischen Ebene liegen. Etliche der Maßnahmen in diesem Bereich wurden bisher nicht umgesetzt oder nur teilweise. Hier erscheint es sinnvoll, weitere Kollegen für die Klimaarbeit zu gewinnen.
Die Ausbildung von Klimadetektiven, verbunden mit dem Wettbewerb ist ein vielversprechender Ansatz.

Das Handlungsfeld Mobilität spielt bei uns eher eine untergeordnete Rolle, da bereits heute (Umfragedaten von 2012) 95% der Schüler mit Bus und Bahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad (jeweils zu etwa gleichen Teilen) zur Schule kommen. Dies liegt sicherlich mehr an unserer Innenstadtlage und unserem Schülerklientel als an unserem pädagogischen Wirken. Im Bereich der Ernährung steckt aber sicher noch großes Potential, da dies in der AG Klimaschutz bisher nicht thematisiert wurde.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit wird auf der pädagogischen Ebene liegen. Hierbei ist der zurzeit am meisten Erfolg versprechende Ansatz, die Unterstützung des Klimarats. Dies ist eine offene Gruppe von Schüler*innen, die durch eine Schülerinitiative 2018 ins Leben gerufen wurde. Der Klimarat trifft sich regelmäßig und wird durch zwei Kolleginnen aus der Klima-AG betreut und von gewählten Schüler*innen gegenüber der Schule vertreten. Viele Projektideen und Ansatzpunkte der Klimaarbeit (siehe Tabelle mit den Maßnahmen) sind aus dem Klimarat hervorgegangen, viele Projekte und Aktionen wurden von den Schüler*innen bereits durchgeführt. Die Schüler*innen arbeiten sehr motiviert und zielorientiert an der Verwirklichung ihrer Ideen.

Unser Hauptziel für die nächsten beiden Jahre ist daher diese Initiative zu fördern.
Neue technische Maßnahmen wurden nicht in den Klimaschutzplan aufgenommen. Hier wurde in den letzten Jahren schon viel geleistet und weite Bereiche sind vorerst ausgereizt. Dennoch gilt es viele „Bestandsprojekte“ weiterzuführen.

Maßnahmen

Die in der tabellarischen Übersicht dargestellten Maßnahmen wurden im Wesentlichen durch die Arbeitsgruppe Klimaschutz (vor allem im technischen Bereich) in Zusammenarbeit mit dem Hausmeister und den Klimarat (im Bereich der handlungsorientierten Maß-nahmen) erarbeitet bzw. überarbeitet.
Insgesamt stellt die Übersicht somit den momentanen Stand der Planung dar und soll weiterhin erweitert werden.

Alle in unserem neuen Plan prognostizierten Einsparungen für die CO2-Emissionen wurden entweder geschätzt, aus den Erfahrungen der letzten Jahre gewonnen oder mit Hilfe der bereitgestellten Excel-Tabelle von CO2ONLINE ermittelt.

Arbeitsgruppe Klimaschutz

Die Arbeitsgruppe besteht aktuell aus folgenden Mitgliedern: Fr. Begehr, Fr. Strehlow, Fr. Gelderblom, Hr. Horst und Hr. Käppler. Besonderer Dank gilt unserem Hausmeister, Hr. Petrikic, der sich in besonderem Maße in die Umsetzung der Ziele und auch deren Entwicklung einbringt und unserem Klimarat, der als unabhängige Schülerinitiative die aktuelle Klimaarbeit an unserer Schule maßgeblich vorantreibt.
Ansprechpartner*innen sind der Klimaschutzbeauftragte Hr. Käppler (matthias.kaeppler@gym-allee.de) und für den Klimarat Frau Begehr (kristina.begehr@gym-allee.de) und Frau Strehlow (antje.strehlow@gym-alle.de)

 

                       Hamburg, September 2020